|
| BAND-BIO |
|
| Ska-P spielt Ska-Punk. Hinter Pulpul, Pipi, Joxemi, Julio, Luismi und Kogote stecken aber viel mehr als "nur" explosive Offbeats. Die fröhlichen Melodien und die spanischen Texte lassen es zwar nur schwer erahnen, aber die Songs von Ska-P sind voller politischem Widerstand. Kein Lied ohne Aussage, keine Songzeile ohne Hintergrund. Die sechs anarchistischen Madrilenen wissen was sie wollen und bringen ihre Ideen zu Gerechtigkeit, Gleichheit, Antikapitalismus und Sexismus direkt und ohne Beschönigung rüber ohne sie dabei den Hörern aufzuzwingen. |
| Ohne jegliche Promotion in Radio und Fernsehen ist der Bekanntheitsgrad von Ska-P in den letzten Jahren enorm angestiegen. Doch ihre Prinzipien haben sie dabei nie verloren. Noch heute nutzen sie jede Gelegenheit um Interviews zu geben und damit auf Gewalt und Sexismus, auf die Heuchlerei der Kirche oder auf die politischen und sozialen Missstände in Spanien aufmerksam zu machen. Logischerweise wurden viele Interviews zensiert und die politischen Aussagen so verdreht, dass Ska-P nur noch als Spassmusik dargestellt wurde. Dies kümmert die Band aber kaum, denn ihre Art mit den Leuten zu kommunizieren sind die Konzerte. Mehr als 10'000 Menschen brachten sie beispielsweise in Madrid zum Tanzen. Und überall wo sie auftreten wird das Publikum mitgerissen. Sei es in Spanien, Mexiko, Venezuela, Italien, Deutschland oder in der Schweiz. |
| Und eben aus dieser ganzen politischen Energie ist die Gruppe Ska-P auch entstanden - ganz am Anfang standen fünf Jungs aus der Arbeiterklasse, geboren in Vallekas, einem Arbeiterviertel von Madrid, das eine lange Tradition in der Bekämpfung der Diktatur hat. Auch sie bleiben von dieser Tradition nicht unbeeinflusst und beschliessen Musik zu machen, um so ihrem Zorn auf das System und die Missstände in der bestehenden Gesellschaft besser Ausdruck geben zu können. Und der Bandname? "Ska-P" steht nicht wie oft vermutet für ‚Ska' und ‚Punk' sondern ist ein Wortspiel des Begriffes ‚escape' (entkommen, ausbrechen, entrinnen) - kurz Ska-P. Das passt, denn als Grundtenor ihrer Musik wählen sie den Ska-Rhythmus, die Musik, die ursprünglich in den Arbeitervierteln entstanden ist. |
| Hier die Startphilosophie der Gruppe: "Man sagt, dass der Glauben Berge versetzt, und im diesem Fall kann er sogar die Pyrenäen bewegen!" Denn der Anfang war wirklich hart. Ohne Geld und mit wenig Material, aber mit dem Kopf voller guter Ideen beschliessen sie, die Normen der Musik ausser Acht zu lassen und mitreissende Rhythmen mit gehaltvollen Texten zu verbinden. Dass sie mit diesem Konzept von den Plattenfirmen nicht mit offenen Armen empfangen wurden muss wohl nicht erwähnt werden. Ganz im DIY-Stil haben sie sich also das Geld für die erste Platte selbst zusammengespart, alles selbst produziert und aufgenommen - und heute sind diese Erstlinge der Band echte Raritäten und Sammlerstücke. Doch damals stiessen Ska-P nicht gerade auf offene Ohren und nur eine kleine Szene konnte sich für die Musik der fünf Jungs begeistern. Mit einer riesigen Dosis Optimismus, viel Arbeit und Geduld spielten sie unzählige Konzerte in kleinen Sälen in ihrer Heimatstadt. Als dann schliesslich der neu hinzugekommene Pipi (zweiter Sänger und Spassmacher) die Show mit theatralischen Einlagen ausschmückt und er den Gitaristen Toni durch Joxemi austauscht sind die Sechs komplett, wechseln von da an nicht mehr so schnell und haben langsam auch Erfolg. |
Das zweite Album - El Vals Del Obrero - im Jahr 1996 verhilft ihnen schliesslich zum Durchbruch und bringt ihnen 170'000 verkaufte Platten und unzählige volle Konzertsäle ein. Und seither steht der Name "Ska-P" für Konzerte mit grandios tanzbarer Musik an denen die gute Laune regiert, an denen grandiose Showeinlagen geboten werden (wer erinnert sich schon nicht an den ‚Papst'?) und an denen selbst wenn sich hunderte Menschen in einem Saal zusammendrängen die familiäre Stimmung bleibt und immer ein gutes Verhältnis zur Band besteht.
|
| Seit 2003 ist Ska-P um zwei neue Mitglieder reicher. Alberto Iriondo spielt Trompete und Garicoitz Badiola begeistert mit seiner Posaune das Publikum. An ihrem Konzert in Chiasso am 27. April konnte man die Band erstmals in ihrer neuen Formation bewundern. Damit kann nun auch endlich der Vorwurf nicht mehr gelten, sie würden ja doch keinen richtigen Ska spielen, weil sie gar keine Blasinstrumente hätten. |
| Gründungsformation: |
|
| Pulpul - Guitar, Vocals |
| Julio - Bass |
| Kogote - Keyboards |
| Toni - Guitar |
| Paco - Drums |
| Später hinzugekommen: |
| Joxemi (ersetzte Toni) - Guitar |
| Luismi (ersetzte Paco) - Drums |
| Pipi - Zweiter Sänger/Showman |
| Alberto Iriondo - Trompete |
| Garicoitz Badiola - Posaune |
|
|
|